Abgeschickt von Melanie am 29 August, 2004 um 12:52:22:
Antwort auf: schwieriger Quarter-Wallach von Saskia am 28 August, 2004 um 20:46:05:
Hallo Saskia,
wenn man Angst vor seinem eigenen Pferd hat, dann ist das schon mal schlecht. Man sollte immer Respekt vor einem Lebewesen haben, aber niemals Angst!!
Denke immer daran, daß nicht das Pferd das Problem ist, sondern der Reiter, der mit dem Pferd umgeht.
Wenn dir das Pferd als Lebensversicherung verkauft wurde, dann ist er auch eine Lebensversicherung. Allerdings nur solange, bis ein Reiter kommt, der mit einem Pferd nicht oder noch nicht richtig umgehen kann und somit einen Fehler nach dem anderen macht, bis das Pferd dann nämlich keine Lebensversicherung mehr ist.
Das dein Pferd also nicht vorwärts geht, liegt allein bei dir. Und den Fehler, den du machst, mußt du herausfinden.
Denn dein Pferd versucht nämlich jetzt erst einmal herauszufinden wie weit er bei dir gehen kann und was er alles mit dir machen kann. Und er ist schon ein ganzes Stück vorangekommen, denn er merkt, daß er bei dir nicht arbeiten muß, wenn er nicht will. Du scheinst dich da also nicht oder nocht nicht durchsetzen zu können.
Durchsetzen heißt jetzt aber nicht, daß du ihn mit Gewalt vorwärts bekommen sollst, indem du ihm Sporen in den Leib oder die Gerte auf den Hintern knallst und das vielleicht auch noch alles ohne nachzudenken.
Was machst du denn, wenn du da oben sitzt und er nicht vorwärts gehen will?
Wenn du noch ein Reitanfänger bist, dann kannst du die ganzen Tricks auch noch gar nicht wissen. Ich kann dir in dem Fall, ehe du noch ganz verzweifelst, nur anraten, dir einen kompetenten Trainer zu besorgen, der dir viele Dinge des Reitens und den Umgang mit dem Pferd beibringt.
Und wenn das alles klappt und du lernfähig bist, dann wirst du irgendwann einen irren Spaß mit diesem Pferd haben.
Also gebe nicht gleich auf, vergiß deine Angst und suche dir jemanden, der dir helfen kann. Das ist das wichtigste, was ihr beiden jetzt braucht. Denn Angst braucht man wirklich nicht vor einem Pferd zu haben. Man kann das Pferd nur in Angst und Schrecken versetzten, weil es keinen hat, der ihm sagt, was es zu tun und zu lassen hat und keiner ihm die nötige Sicherheit gibt.
Viele Grüße und viel Erfolg
Melanie