Abgeschickt von Alex+Kristall am 02 September, 2004 um 08:26:23:
Antwort auf: Anlongieren von Julie am 01 September, 2004 um 14:57:20:
Hi!
Also das ist jetzt hier vielleicht die falsche Werbung :-), aber seit ich gelernt habe, das parelli-Spiel Circling Game mit meinem Isi zu spielen, klappt es mit dem Longieren.
Vorher kam er auch immer auf mich zu oder stürmte plötzlich ohne jede Vorwarnung los und zog mich durch die Halle.
Ich longiere allerdings nur auf einem kleinen Kreis und eben mit dieser Parelli-Körpersprache. Irgendwie kann ich mich da deutlicher verständlich machen.
Gruß
alex
: Guten Tag
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: Ich habe einen Haflingerwallach der jetzt 27 Monate alt ist. Ich habe ihn mit 4 Monaten bekommen da er ein Waisenkind ist und mit der Flasche aufgezogen wurde. Ich hatte auch lange grosse probleme mit ihm. Er hat nie gelernt was sozialverhalten ist und hat sich auch dementsprechent mir gegenüber verhalten. Das heisst er ist vor mir gestiegen hat nach mir geschnappt... Er stand bis er 1 Jahr alt war nur in der Box da die stallbesitzerin sagte er sei gefährlich. In diesen 8 monaten hatte er strahlfäule und eine bronchitis. Dann habe ich endlich einen anderen Stall gefunden. Dort stand er den ganzen Winter auch in der Box aber wenigstens konnte er ab und zu in der Halle laufen. Da hatte er die 2. heftige bronchitis und musste jeden tag eine spritze bekommen. Im Sommer kam er dann auf die weide. Also Weide das bedeutet alleine auf ein stück gras das ca. 40m x 10m gross war. Dann im Winter wieder in die Box. Im Frühling durfte er nicht auf die ''Weide'' weil der Stallbesitzer sagte als Hengst würde er den Strom nicht mehr respektieren. Was absoluter quatsch war denn er hatte immer hölliche angst vor Strom und zeigte ausserdem keine hengstmanieren was stuten angeht. Wie sich später heraus stellte sagte er das nur damit ich ihn legen lasse da er selbst angst vor hengsten hat auch wenn sie noch so lieb sind. Das ist auch klar da er der meinung war man müsse den willen eines pferdes mit gewalt brechen und bei Hengsten ist das nun mal nicht so leicht.Ich hätte ihn dann auch kastrieren lassen aber da es immer noch so kalt war war dies auch leider nicht möglich. Im März diesen Jahres stieg in seiner Box und blieb mit dem linken Vorderhuf in der Schiene oberhalb der Boxentür hängen und kam nicht mehr frei. Wir mussten die Schiene auseinander biegen und den Huf praktisch heraus schlagen. Er fiel dann auf den rücken, stand dann zwar auf, setze das bein jedoch nicht auf. Ich schaute mir den Fuss an und da es sehr dunkel in der Box war sah ich erst draussen dass meine Hand voller Blut war. Der stallbesitzer sagte das sei nicht schlimm und ich bräuchte auch keinen Tierarzt. Als ich dann doch den TA rief war der SB wütend da ich ihm nicht vertraut hatte. Zu recht wie sich herausstellte da die Wunde gklammert werden musste, der Huf geprellt, und das gelenk verstaucht war. Also wieder 1 woche absolute Boxenruhe. Dann nur an der Hand die Stallgasse einmal auf und ab, was sich als gar nicht so leicht erwies. Der nächste Stallwechsel war geplant. In einen privaten Offenstall in dem nur zu der Zeit nur das Pferd vom Besitzer stand. Ein Wallach, 1,85 gross und 750 kg schwer. Am ersten April war es dann soweit. Als wir in dem neuen Stall ankamen, wurde er sofort zu dem anderen Pferd in den Paddock gesezt. Der grosse zeigte ihm dann auch sofort wer der Chef ist. Ich traute meinen Augen kaum als der Stallbesitzer zu ihm rein ging. Ich wäre zu dieser zeit für nichts auf der Welt zu ihm rein gegangen. mein Pferd ist auch sofort auf ihn losgegangen, und vor ihm gestiegen. Der Mann packte immer wieder seine oberlippe und zog in wieder runter er tat das so oft bis mein Pferd müde war und von alleine ging. Das passiert anscheinend noch ein dutzend mal solch ein kampf. Nach 2 Wochen konnte ich zu ihm auf die Weide gehen ohne dass er auch nur nach mir schnappte. Er blieb artig 1 m von mir entfernt stehen und wartete dass ich auf ihn zu komme. Er hatte sich total verändert und war ein richtiges schäfchen geworden. Das konnte ich kaum glauben da ich ihn noch vor 2 wochen nur mit der führkette aus der Box holen konnte. Im juni wurde er dann kastriert. Mittlerweile steht er seit 5 Monaten dort. Er war seit dem nicht mehr krank und seine Hufe sind phantastisch. Es ist vor 2 Monaten noch ein dritter Wallach hinzugekommen und demnächst wird noch ein jährlingshengst dazu kommen.Die 4 stehen dann auf einer 5 ha grossen weide. Im Winter standen sie auch nie drinnen sondern immer auf einem grossen Sandpadock mit unterstand. Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage. Ich möchte ihn im juni 2005 einreiten. Wie stelle ich es am besten an ihn darauf vorzubereiten? Er kennt den Wald und ist auch nicht schreckhaft, er läuft über raschelnde planen, hat keine Angst vor sprühflaschen und ist schmiede-und verladefromm. Mein Problem ist da er in den Ställen vorher ja nie rauskam haben wir sehr viel Bodenarbeit gemacht. Ich habe ihn auch longiert das war auch kein Problem bis er so wiedersetzlich wurde und gar nichts mehr machte. In dem neuen Stall habe ich eigentlich noch nichts mit ihm gemacht ausser Putzen. Ich würde gerne ganz langsam anfangen mit ihm zu arbeiten. Das Problem ist er lässt sich überhaupt nicht mehr longieren. Entweder er bleibt stehen oder kommt drohend auf mich zu. Ich wollte ihn natürlich nur im Schritt longieren um ihn nicht zu überfordern. Ich möchte ihn optimal aufs anreiten vorbereiten ohne ihn zu überfordern denn ich denke er hat in seinem jungen leben schon sehr viel mitmachen müssen!
: Ich danke euch im Vorraus für eure antworten!