Abgeschickt von Monika am 02 September, 2004 um 12:02:49:
Antwort auf: Anlongieren von Julie am 01 September, 2004 um 14:57:20:
Hallo Julie
Traurig, dass dein Pferd soviel mitmachen musste. Scheint nun aber zum Glück eine gute Wende genommen zu haben! Dein Stallbesitzer scheint sich mit Pferden ja auch gut auszukennen. Vielleicht kannst du ihn ja fragen, ob er dir beim anlongieren hilft? Wenn du einen Roundpen hast, würd ich auch dort anfangen. Ohne Longe, frei. Ob Parelli oder Aguilar-Methode spielt eigentlich keine Rolle. Es ist beides in etwa das Gleiche. Du lernst mit deinem Pferd mit der Körpersprache zu kommunizieren. Dein Standort im Roundpen zum Pferd bestimmt, ob du ihn vorwärts treibst, zum Wenden oder zum Stillstehen bringst. So bist du auch in einem sicheren Abstand zu ihm. Wenn du eine lange Longierpeitsche bei dir hast, kannst du Angriffe seinerseits gut abblocken, ohne dass es für dich gefährlich wird. Arbeite nie länger als 15 bis 20 Minuten mit ihm und immer doll loben, wenn er was richtig macht.
Wenn du keinen Roundpen hast, würd ich eine 2 Person (evtl dein Stallbesitzer?) zuziehen, der ihn anfangs führt, während du longierst. Wenn dies nicht funktioniert, würd ich wieder einen Schritt zurück und einfach Führübungen mit dem Knotenhalfter und dem langen Strick machen. So kannst du ihn auch zwischendurch im kleinen Kreis um dich herum schicken. Stangenübungen und so weiter, bis er wieder lernt, auf dich zu hören.
Viel Spass!
Monika