Abgeschickt von Alex+Kristall am 03 September, 2004 um 07:25:31:
Antwort auf: Re: Was soll ich tun-langer Text von Andrea am 03 September, 2004 um 07:22:57:
Liebe Andrea,
nimm dir die Zeit, die du für deine Entscheidung brauchst.
Schwierig ist es immer nur, nicht die Objektivität zu verlieren :-((. Ich hab selber eine ähnliche Erfahrung gemacht.
Wenn du magst, können wir auch gerne mal mailen.
Liebe Grüße
Alex
: Wir wohnen in Berlin....und ich habe auch noch eine 5 jährige Tochter, die grße ist 15.
: Ich habe keine Ahnung was richtig und was falsch ist, wirklich nicht.Sweetie steht im Moment in einem Offenstall (ist aber nicht so berauschend dort)und da geht es ihr ganz gut.Wie gesagt sind die Bedingungen da um ein rückenkrankes Pferd zu arbeiten blöd.Man fängt ja ständig an und hört wieder auf wenn das Wetter schlecht ist,-hilft auch nicht wirklich.
: Ich werde jetzt sehen was im Verein möglich ist, sollte sie jedoch kissing spine haben, werde ich eine entscheidung treffen müssen.
: Das dumme ist, dass wir zum 2ten Mal Pech haben...unser erstes Pferd lahmte gleich am ersten tag bei uns!!!
: Naja seufz.
: Ich muß zur Arbeit.
: Danke für deine Antwort
: Andrea
: : Liebe Andrea,
: : hab grad deine traurige Geschihte gelesen. Ich bin selber Wiedereinsteigerin mit Tochter (allerdings erst 5) und habe mir auch gleich nach einem Jahr ein Pferd gekauft. Jetzt habe ich ihn schon fast zwei Jahre und bin glücklich.
: : Vielleicht gefällt es dir nicht, was ich dir schreibe, aber ich hab ja auch viel Abstand zu der Sache. Ich frage mich, ob du deiner Sweetie einen Gefallen tust, wenn du sie auf so eine Rentnerkoppel oder einen Gnadenhof stellst.
: : Ich ganz persönlich würde es nicht tun, denn ein Pferd, das gerne mitarbeitet (und das meine ich aus deinem Beitrag gelesen zu haben), ist auch nicht glücklich, wenn es nutzlos rumsteht. Und wenn sie gesundheitlich so gehandicapt ist, dann würde ich mich schon zweimal nicht auf sowas einlassen.
: : Es hört sich zwar jetzt sehr hart an, aber ein Pferd ist ein Pferd und ich denke, Tiere haben ein anderes Verhältnis zum Leben als wir.
: : Im Endeffekt wird es so sein, dass du dir kein zweites Pferd kaufen kannst, das du auch reiten kansnt, weil sie dich nach wie vor und immer wieder eine Menge Geld kosten wird. Ein krankes Pferd ist immer teuer.
: : Woher kommt ihr denn??
: : Ich schick dir viele liebe Grüße und wünsche dir viel Kraft und die für euch richtige Entscheidung!
: : Alex
:
: :
: : : Hallo zusammen
: : : Ich habe eine 5 jährige Traberstute, die ich eigentlich nicht hätte kaufen sollen, da sie zwar geritten wurde, aber ohne jegliche verlässliche Grundlage war. Die Freundin meiner Tochter hatte ihr Fohlen zum absetzen bei einem Offenstallhalter. Dort stand Sweetie - klein, -mißtrauisch, buckelte beim Reiten und war sehr nervös. Ich bin Wiedereinsteigerin nach fast 25 Jahren und meine Tochter (15) ist fortgeschrittene Anfängerin.Ich habe mit meinen eingesteiften Knochen schon zu kämpfen....grins...aber ich geb mir Mühe. Wir haben Sweetie Probe geritten, hatten Freunde bei , die sich ein wenig auskennen...aber ich war mir nicht sicher!! Als ich sagte, (da ich entdeckte, dass meine Tochter etwas Angst vor ihr hat)dass ich das Pferd doch nicht kaufe, hat der Besitzer gesagt, dass er sie dann zum Schlachter gibt!!! Und damit wars dann geschehen. Die Vorbesitzer waren ein grobschlächtiger Prol(sorry...war aber so)und seine verzickte 13 jährige Tochter, die das Pferd mit mit 3Jahren gekauft haben. Sie hat sie mit ner Freundin eingeritten, aber kam nicht mit Sweetie`s Temperament klar. Langer Rede kurzer sinn, es kam was kommen musste, sie ritt alleine aus nachdem das Pferd 4 Wochen gestanden hatte, fiel runter, brach sich das Sprunggelenk, lag hilflos in der Walachhei und setzte sich danach nie wieder auf sie rauf. Das war im August 2003.Ich habe sie im April 2004 gekauft. Impfen lassen, Hufe schneiden lassen und erstmal versucht ihr Vertrauen zu gewinnen. Letzte Woche war die Tierärztin da und hat die Zähne abgeschliffen, da sie 2 Schlundkrämpfe kurz hintereinander hatte.... Ich warte noch auf das neue Kopfeisen für meinen Sattel und dann werde ich sie auch mal wieder reiten. Sie steht zur Zeit im Offenstall mit einer 6jährigen Stute, einem 1jährigem (völlig nervigen, weil unausgelastet)Fohlen und einem Kaltblutwallach. Dort ist sie viel ruhiger geworden. Allerdings habe ich große Probleme, weil der Platz dort schief und krumm, gerade mal eingezäunt ist und ich viel improvisieren muss bei meinen Trainingsabläufen. Zur Zeit mache ich nur Bodenarbeit, mit Stangen, Pylonen, Fahnen, planen u.s.w. Ich plane sie ab Oktober bis April in einen Reitstall zu stellen, damit ich sie im Winter besser ausbilden kann und weil meine Tochter leider nicht so verläßlich und verantwortlich mit Sweetie arbeitet wie es nötig wäre. Ist aber ein enormer Preisunterschied (fast 110€) aber das ist es mir dann wert. Jetzt im Sommer hat Sweetie Zeit und Ruhe uns kennen zu lernen und dann wird gearbeitet. Ich arbeite auch ein wenig nach Linda Tellington Jones, habe Ende August einen Kurs in TTouch und Team, sowie Bodenarbeit gemacht. Kopfeisen wurde inzwischen gewechselt und am Samstag habe ich Sweetie dann nach 4 Wochen mal wieder geritten und sie hat, sobald ich antraben wollte das Buckeln (ein Rodeoreiter hat nix zu tun gegen dieses Pferd...grins)gestartet. Nun hole ich also noch die Osteopathin um auszuschließen, dass es am Rücken liegt. Ich war schon recht frustriert und denke manchmal darüber nach aufzugeben. Fast 4 Wochen alles vom Boden aus und sie folgt mir durchs Labyrinth ohne Führstrick, aber im Sattel ist es verflixt. Ich bin auch keine gute Reiterin...naja...alles eben so wie es nicht sein sollte. Eigentlich wollte ich einen Wallach, um die 8 Jahre und grund ausgebildet bis E-Dressur und nu?
: : : Inzwischen hatte ich eine Osteopathin da, die erste sagte mir ich habe ein behindertes Pferd, sollte diesen Sattel nicht mehr benutzen und das war es. Sie habe Skoliose und zwar ausgeprägt.Was ich tun könnte, konnte sie mir jedoch nicht sagen.
: : : Ich holte eine zweite Meinung ein (sie ist Tierärztin, Osteopathin und sie kann Akupunktur)Das Pferd wurde behandelt) Heute war sie noch mal da und behandelte sie weiter. Auf meine Frage wie es mit dem Reiten aussieht, meinte sie ich solle weitere 4 Wochen warten sprich Bodenarbeit, Stangenarbeit, longieren, aber……aber sie kann nicht wirklich sagen, ob es gut geht! Ich soll bei Gelegenheit ein Röntgenbild machen um kissing spine bzw. Knochenabsplitterungen aus zu schließen. Sie hat zur Zeit Probleme mit der linken Hüfte und kleine Ödeme an der Wirbelsäule.
: : : Ich weiß nicht mehr weiter, denn ich weiß nicht, ob ich wirklich in der Lage bin diesem Pferd gerecht zu werden und was ist, wenn man sie wirklich nicht reiten kann. Es ist jetzt schon alles recht teuer gewesen und es kann sein, dass es nicht aufhört und soviel Geldreserven habe ich auch nicht. Ich denke jetzt darüber nach, ob ich sie weg geben soll auf einen Pferdeschutzhof irgendwo oder als Beistellpferd. Was meint ihr, habt ihr einen Rat, wisst ihr jemand der es gut meint und sie nehmen würde? Wer hat da Erfahrung? Nun geht sie ab 13.09. an einen Reitstall mit Halle und Platz, sodass ich mehr machen kann, aber meine Tochter will reiten und ich sehe da kein Land mehr. Ich fühle mich so , ich kann es gar nicht sagen.
: : : Wer hat eine Idee, wer hat so etwas Ähnliches schon entscheiden müssen. Danke und Grüße von einer traurigen Andrea
: : : P.S. Eigentlich wünsche ich mir, dass sie irgendwo auf einer Weide rumtabbern kann, alle akzeptieren was, bzw. wie es ist und sie kann da alt werden, aber wo finde ich soetwas??