Abgeschickt von Kerstin Fitzek am 23 September, 2004 um 15:38:21
Antwort auf: Was soll ich tun-langer Text von Andrea am 02 September, 2004 um 20:02:20:
: Hallo zusammen
: Ich habe eine 5 jährige Traberstute, die ich eigentlich nicht hätte kaufen sollen, da sie zwar geritten wurde, aber ohne jegliche verlässliche Grundlage war. Die Freundin meiner Tochter hatte ihr Fohlen zum absetzen bei einem Offenstallhalter. Dort stand Sweetie - klein, -mißtrauisch, buckelte beim Reiten und war sehr nervös. Ich bin Wiedereinsteigerin nach fast 25 Jahren und meine Tochter (15) ist fortgeschrittene Anfängerin.Ich habe mit meinen eingesteiften Knochen schon zu kämpfen....grins...aber ich geb mir Mühe. Wir haben Sweetie Probe geritten, hatten Freunde bei , die sich ein wenig auskennen...aber ich war mir nicht sicher!! Als ich sagte, (da ich entdeckte, dass meine Tochter etwas Angst vor ihr hat)dass ich das Pferd doch nicht kaufe, hat der Besitzer gesagt, dass er sie dann zum Schlachter gibt!!! Und damit wars dann geschehen. Die Vorbesitzer waren ein grobschlächtiger Prol(sorry...war aber so)und seine verzickte 13 jährige Tochter, die das Pferd mit mit 3Jahren gekauft haben. Sie hat sie mit ner Freundin eingeritten, aber kam nicht mit Sweetie`s Temperament klar. Langer Rede kurzer sinn, es kam was kommen musste, sie ritt alleine aus nachdem das Pferd 4 Wochen gestanden hatte, fiel runter, brach sich das Sprunggelenk, lag hilflos in der Walachhei und setzte sich danach nie wieder auf sie rauf. Das war im August 2003.Ich habe sie im April 2004 gekauft. Impfen lassen, Hufe schneiden lassen und erstmal versucht ihr Vertrauen zu gewinnen. Letzte Woche war die Tierärztin da und hat die Zähne abgeschliffen, da sie 2 Schlundkrämpfe kurz hintereinander hatte.... Ich warte noch auf das neue Kopfeisen für meinen Sattel und dann werde ich sie auch mal wieder reiten. Sie steht zur Zeit im Offenstall mit einer 6jährigen Stute, einem 1jährigem (völlig nervigen, weil unausgelastet)Fohlen und einem Kaltblutwallach. Dort ist sie viel ruhiger geworden. Allerdings habe ich große Probleme, weil der Platz dort schief und krumm, gerade mal eingezäunt ist und ich viel improvisieren muss bei meinen Trainingsabläufen. Zur Zeit mache ich nur Bodenarbeit, mit Stangen, Pylonen, Fahnen, planen u.s.w. Ich plane sie ab Oktober bis April in einen Reitstall zu stellen, damit ich sie im Winter besser ausbilden kann und weil meine Tochter leider nicht so verläßlich und verantwortlich mit Sweetie arbeitet wie es nötig wäre. Ist aber ein enormer Preisunterschied (fast 110€) aber das ist es mir dann wert. Jetzt im Sommer hat Sweetie Zeit und Ruhe uns kennen zu lernen und dann wird gearbeitet. Ich arbeite auch ein wenig nach Linda Tellington Jones, habe Ende August einen Kurs in TTouch und Team, sowie Bodenarbeit gemacht. Kopfeisen wurde inzwischen gewechselt und am Samstag habe ich Sweetie dann nach 4 Wochen mal wieder geritten und sie hat, sobald ich antraben wollte das Buckeln (ein Rodeoreiter hat nix zu tun gegen dieses Pferd...grins)gestartet. Nun hole ich also noch die Osteopathin um auszuschließen, dass es am Rücken liegt. Ich war schon recht frustriert und denke manchmal darüber nach aufzugeben. Fast 4 Wochen alles vom Boden aus und sie folgt mir durchs Labyrinth ohne Führstrick, aber im Sattel ist es verflixt. Ich bin auch keine gute Reiterin...naja...alles eben so wie es nicht sein sollte. Eigentlich wollte ich einen Wallach, um die 8 Jahre und grund ausgebildet bis E-Dressur und nu?
: Inzwischen hatte ich eine Osteopathin da, die erste sagte mir ich habe ein behindertes Pferd, sollte diesen Sattel nicht mehr benutzen und das war es. Sie habe Skoliose und zwar ausgeprägt.Was ich tun könnte, konnte sie mir jedoch nicht sagen.
: Ich holte eine zweite Meinung ein (sie ist Tierärztin, Osteopathin und sie kann Akupunktur)Das Pferd wurde behandelt) Heute war sie noch mal da und behandelte sie weiter. Auf meine Frage wie es mit dem Reiten aussieht, meinte sie ich solle weitere 4 Wochen warten sprich Bodenarbeit, Stangenarbeit, longieren, aber……aber sie kann nicht wirklich sagen, ob es gut geht! Ich soll bei Gelegenheit ein Röntgenbild machen um kissing spine bzw. Knochenabsplitterungen aus zu schließen. Sie hat zur Zeit Probleme mit der linken Hüfte und kleine Ödeme an der Wirbelsäule.
: Ich weiß nicht mehr weiter, denn ich weiß nicht, ob ich wirklich in der Lage bin diesem Pferd gerecht zu werden und was ist, wenn man sie wirklich nicht reiten kann. Es ist jetzt schon alles recht teuer gewesen und es kann sein, dass es nicht aufhört und soviel Geldreserven habe ich auch nicht. Ich denke jetzt darüber nach, ob ich sie weg geben soll auf einen Pferdeschutzhof irgendwo oder als Beistellpferd. Was meint ihr, habt ihr einen Rat, wisst ihr jemand der es gut meint und sie nehmen würde? Wer hat da Erfahrung? Nun geht sie ab 13.09. an einen Reitstall mit Halle und Platz, sodass ich mehr machen kann, aber meine Tochter will reiten und ich sehe da kein Land mehr. Ich fühle mich so , ich kann egar nicht sagen.
: Wer hat eine Idee, wer hat so etwas Ähnliches schon entscheiden müssen. Danke und Grüße von einer traurigen Andrea
: P.S. Eigentlich wünsche ich mir, dass sie irgendwo auf einer Weide rumtabbern kann, alle akzeptieren was, bzw. wie es ist und sie kann da alt werden, aber wo finde ich soetwas??
vielleicht kann man ihr ja das Fahren vor der Kutsche beibringen. Ich habe auch so ein "schwieriges Reitpferd" sprich, man kann es einfach nicht reiten. Steigen, buckeln, das ganze Reportoire. Allerdings am Boden top. Jetzt ist sie in einem Kutschstall in der Ausbildung und nach anfänglichem Terz macht sie sich wirklich gut. Und einfache Kutschen sind auch nicht so teuer. Jedenfalls billiger als chronischer Tierarzt- und Behandlungsbedarf. Und, ich habs auch kaum geglaubt, Kutsche fahren macht wirklich Spaß!! Vielleicht kannst Du ja was damit anfangen
Lieben Gruß und toi toi toi
Kerstin